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Ausstellungen in Aachen zu Herbert Falken

Anläßlich seines 80.Geburtstages fanden 2012 in West- und Süddeutschland zahlreiche Ausstellungen und Ehrungen für Herbert Falken statt. Neben den Präsentationen in München (2), Köln (2), Düren und Münster war auch sein Geburtsort mit mehreren Ausstellungen beteiligt. Da in Aachen ein großer Teil seines frühen Werkes entstanden war und da sich auch einige wichtige Bildzyklen im dortigen Museum befinden, konzentrierte man sich hier auf eine Wiederbegegnung mit nur noch selten gezeigten, älteren Arbeiten. Falkens ersten Zyklus stellte die bischöfliche Akademie aus: die 24 Blätter zur „Apokalypse des Johannes“ von 1961 - farbige Monotypien, die in expressiver Dramatik und linearer Verkürzung die gewaltigen Visionen aufs Papier bannen. Das Suermondt-Ludwig-Museum zeigte neben Arbeiten aus der Serie der „Jakobskämpfe“ den kompletten Zyklus „Scandalum crucis“, mit dem Falken 1969 der künstlerische Durchbruch gelang. Die Passion Christi als „Stein des Anstoßes“ bricht hier radikal mit der Formensprache des traditionellen christlichen Bildes und bezieht zugleich auch unsere jüngste Vergangenheit und gottferne Gegenwart ins Thema ein. Eine Rarität war schließlich im „Raum für Kunst“ in der Elisengalerie zu sehen: Zeichnungen und Skizzenbücher, die Falken 1991 vor Ort im Aachener Dom und in der Schatzkammer angefertigt hatte - sehr persönliche, teilweise recht rüde Interpretationen des Raumes und der sakralen Kostbarkeiten jenseits aller Illustrations-Schemata.


H. Falken im Suermondt-Ludwig-Museum

H. Falken im Suermondt-Ludwig-Museum

H. Falken, Bisch. Akademie

H. Falken, Raum für Kunst
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