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SMS Karl der Große – ein Schlachtschiff Kaiser Wilhelms II.

(ein Beitrag zum Karlsjahr 2014 und zum Gedenkjahr „Beginn des I. Weltkrieges“)

In der Kriegsflotte des deutschen Kaisers war es beliebt, neue Schlachtschiffe auf den Namen historischer Größen zu taufen. Neben Kaiser Barbarossa mußte auch Karl der Große seinen Namen für ein 1898-1900 in Hamburg gebautes Kriegsschiff hergeben. Während bei der Schiffstaufe der Hamburger Bürgermeister noch die Sektflasche schleuderte, schwadronierte Kaiser Wilhelm II. schon über die deutsche Aufrüstung: „Bitter not ist uns eine starke deutsche Flotte.“ Nach seiner Aktivierung beim Ausbruch des I. Weltkriegs zeigte sich die „Karl der Große“ aber schon bald als technisch überholt und wenig kriegstauglich. Fortan diente sie nur noch als Schulschiff und als Quartier für Kriegsgefangene. Das unrühmliche Ende kam 1920, als das Schiff komplett abgewrackt wurde und seitdem nur noch die erhaltene Schiffsglocke von einem großen Namen kündet.
 


 

 

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