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Günter Wallraff und sein "Steinmuseum" (2008)

Günter Wallraff (geb. 1942) ist in der Öffentlichkeit vor allem durch seine engagierte schriftstellerische und journalistische Tätigkeit bekannt geworden. Daß er sich daneben auch immer wieder mit der Bildenden Kunst auseinandergesetzt hat, dürften jedoch nur wenige wissen. In dem Buch "Bilder.Geschichten - Schriftsteller sehen Malerei" (2006) berichtet Wallraff selbst über seinen ursprünglichen Wunsch, Maler zu werden und über seine frühen Arbeiten aus den 50er und 60er Jahren - in erster Linie Materialbilder und von der damaligen Malerei des Informel beeinflußte Arbeiten. Später hat er dann, nicht zuletzt durch seine vielen Reisen bedingt, eine besondere Vorliebe für das Sammeln von Steinen entwickelt. Im Laufe der Jahre entstand so eine umfangreiche Kollektion sowohl von in der Landschaft selbst gefundenen, natürlich geformten Steinen als auch von gezielt erworbenen Kultsteinen aus archaischen Kulturen. In dieser Sammlung, welche mittlerweile in einem mehrstöckigen Gebäude hinter Wallraffs Wohnung in Köln-Ehrenfeld nach eigenen Entwürfen quasi museal präsentiert worden ist, verwischen sich bewußt die Grenzen der Formung durch Natur und Menschenhand. Wallraffs "Steinmuseum" enthält weiterhin einige von ihm selbst verfertigten "Steinmobiles" aus jüngerer Zeit.
 

 


 

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