Kulturschaufenster...  

Die „Wunderkammer“ des Aachener Museums und ihre Vorläufer (2017)

Seit dem 19. Jahrhundert wurden den Aachener Museen neben den Zeugnissen bildender Kunst auch regelmäßig hervorragende kunstgewerbliche Sammlungen gestiftet, die in früheren Zeiten auch immer öffentlich gezeigt worden waren. In den 1990er Jahren entstanden dann erste Ideen, den zwischenzeitlichen Ausstellungspurismus zu einem ganzheitlichen Kunsterlebnis hin zu öffnen. Wichtige Zeugnisse dieser Museums-Konzeptionen waren u.a. zwei schmale Nebenräume, die 2006 von Studenten der FH Aachen unter Einbeziehung verschiedener Kunstobjekte gestaltet wurden: einen perspektivisch zulaufenden „Raum der Enge“ (aus Brandschutzgründen später abgebaut) und als Spiegelkabinett einen „Raum der Weite“ (ohne Objekte noch erhalten; s. auch unten: Miriam Schmalen/Künstler in Aachen).

Es dauerte noch bis ins Jahr 2016, als unter es der Regie von Michael Rief möglich wurde, im „Straßensaal“ mit seiner vor Jahren wieder geöffneten historistischen Decke eine an alte Vorbilder angelehnte neue Wunderkammer zu errichten. Hier sind die besten Stücke der reichhaltigen Kunstgewerbesammlung, die Skurrilitäten und „Merkwürdigkeiten“ der Geschichte, die ästhetisch gestalteten Dinge des tägliches Gebrauchs, die kulturhistorisch und ethnographisch bewunderten Objekte zu einem faszinierenden, teils auch mit Augenzwinkern aufgebauten Gesamtkunstwerk versammelt.






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